Unsere Philosphie
Unser grösstes Anliegen ist es unsere Tiere Artgerecht zu halten und einen fairen, konsequenten Umgang zu pflegen.
Was die Haltung betrifft, so gibt es für uns nur eine akzeptable Variante. Wir reden von einer zugfreien Unterkunft mit Auslauf, dem so genannten Paddock, welcher jederzeit verfügbar sein muss. Der Sozialkontakt zwischen den Pferden muss ebenfalls vorhanden sein, sodass mehrere Pferde als kleine Herde beisammen sind. Sollten die Pferde einzeln stehen, dann sollte doch wenigstens der Körperkontakt zu anderen Pferden möglich sein. Weidegang ist ein sehr wichtiger Bestandteil im Alltag der Pferde. Wann immer es die Witterung erlaubt, sollen die Pferde zusammen den Weidegang geniessen dürfen.
Unsere Pferde werden Barhuf gehalten, da wir der Meinung sind, dass dies der natürlichen Haltung am ehesten entspricht. Das heisst aber nicht, dass das weniger Arbeit gibt. Die Hufe werden alle ca. 8 Wochen bearbeitet, in Form gebracht und wenn nötig neue Hufschuhe angepasst. Diese Hufschuhe brauchen wir nur für Ausritte ins Gelände, denn da ist der Abrieb des Hufes so gross, dass ein Schutz erforderlich ist.
Wir decken unsere Pferde im Winter nicht ein, denn die Natur hat bestens vorgesorgt. Steht ein Pferd ohne Decke das ganze Jahr über im Freien, dann wird das Fell gegen den Winter dicht und lang. Unsere Araber sehen dann aus wie die Teddybären. Mit dieser "Winterausrüstung" muss man darauf achten, dass die Pferde nach der Arbeit nur im Schritt gehen, damit sie möglichst trocken werden , wenn sie geschwitzt haben sollten. Bis Sie ganz trocken sind, werden Abschwitzdecken verwendet. Im Frühling gibt es dann viel zu tun, um den Pferden beim Fellwechsel zu helfen.
Zum Umgang mit den Pferden könnten wir ein ganzes Buch schreiben, doch dazu haben wir leider weder die Zeit noch das Können. Ausserdem haben sich darin schon viele erfahrene Pferdemenschen versucht und trotzdem kommen laufend neue Bücher etc. auf den Markt. Unserer Meinung nach gibt es nicht "Die" Methode, vielmehr muss man sich überall das herausnehmen, was einem persönlich am besten entspricht. Schlussendlich entscheidet das Resultat am Pferd, was richtig war und was nicht. Nachfolgend eine kleine Auswahl von Trainern welche uns mit Büchern und Videos etc. weitergeholfen und teilweise inspiriert haben:
Be strict- Denken wie ein Pferd von Michael Geitner
Be strict- im Sattel, auch von Geitner
Mach dein Pferd zum Freund, be strict for kids von Kirstin Rinne
Natural Horsemanship Programm von Pat Parelli (hier gibt es unterschiedliche Levels und viele Spezialtrainings auf Video/DVD zum Selbststudium)
Verschiedene Videos von Jean-Claude Dysli, Peter Kreinberg und Claus Penquitt
Ute Holm, bei Ihr haben wir schon zwei intensiv Trainingskurse besucht und viele gute Impulse erhalten
Nicht nur der Umgang am Boden, sei es bei Bodenarbeit oder beim Putzen ist uns wichtig. Ganz besonderen Wert legen wir auf die Art und Weise wie unsere Pferde geritten werden. Unsere bevorzugte Reitweise ist das Westernreiten, wir haben darin vereinigt das gefunden, was wir bei anderen Reitweisen vermisst haben. Dazu gehört vor allem die Versammlung, die wir durch Impulse, den richtigen Sitz und durch Konsequenz erlangen. Zum Reiten braucht es keine Kraft um am Gebiss zu zerren auch keine starken Beine um kräftig in die Seiten zu treten und schon gar keine laute Stimme um dem Pferd einen Rüffel zu verpassen. Wir belohnen das Pferd für das was es richtig macht, anstatt es zu bestrafen wenn es einen Fehler macht. Wir gehen dabei davon aus, dass ein Pferd nie bewusst einen Fehler macht und fragen uns folglich immer zuerst was wir ändern können um einem Pferd etwas beibringen zu können. Der Schlüssel zum Umgang mit Pferden ist die Bereitschaft zu lernen wie ein Pferd zu denken. Das Wesen Pferd ist viel einfacher als wir. Nehmen wir uns die Mühe aber nicht es zu verstehen, wird aus der grossen Liebe zum Pferd bald einmal der grosse Frust. Wir versuchen unseren Reitschülern diesen wichtigen Punkt in der Beziehung zum Partner Pferd zu vermitteln.
Ein anderer Aspekt ist die Rücksichtnahme gegenüber anderen Menschen, Tieren und der Natur. Immer wieder stellen wir fest, dass es Reiter gibt, die meinen sie dürften überall durchreiten, müssten gegenüber Fussgängern, Joggern, Bikern, Hundehaltern etc. das Tempo nicht anpassen und den Weg nicht frei machen. Oft vergessen sie in ihrer "erhöhten Lage" sogar das Grüssen. Wenn wir auch in Zukunft ohne allzu viele Reitverbote und Vorwürfe von Landwirten, Jägern etc. unsere Ausritte geniessen wollen, müssen wir uns an gewisse Vorschriften halten.
Bei allen Sparten der Reiterei gibt es in der Zwischenzeit unterschiedliche Disziplinen. Vom Springturnier, Dressurreiten, Military, Distanzreiten, Pleasure, Trail und Reining gibt es eine grosse Vielfalt. Auch bei der Freizeitreiterei gibt es immer mehr Wettbewerbe, welche teilweise einen spielerischen Charakter haben. Ob wir uns an Turnieren messen, oder ganz einfach Freizeitreiter sind, bleibt jedem selber überlassen. Uns ist wichtig, dass dabei der Partner Pferd respektvoll behandelt wird und es nicht zu Schaden kommt.